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Gehirnstürm

Unkonzern des Jahres wählen, bitte

Bald ist wieder WEF-Zeit in Davos, und die Wichtigen und Grossen der Weltwirtschaft werden sich zur gegenseitigen Selbstbeweihräucherung mit einem Quentchen Gutmenschenkritik versammeln.
Gleichzeitig laufen aber auch die Public Eye Awards von Pro Natura und der Erklärung von Bern. Worum es dabei geht? Darum, die schlimmen Unternehmen blosszustellen und die guten Unternehmen zu loben.

Und die schlimmen Unternehmen sind verdammt schlimm. Auf der Public Eye-Website kann man von sechs besonders üblen Konzernen den seiner Meinung nach schlimmsten Übeltäter wählen, damit er in die Hall Of Shame kommt. Meine Stimme geht dieses Jahr an Areva. Der französische Atomkonzern ist Mehrheitsaktionär zweier Minengesellschaften im Niger. Und diese Minengesellschaften stellen kranken Minenarbeitern in den firmeneigenen Krankenhäusern gerne mal die Diagnose HIV-positiv aus, obwohl die Leute an Krebs erkrankt sind. Eine Krankheit, die sie sich durch die radioaktive Verseuchung beim Uranabbau für Areva zugezogen haben (Luft, Wasser und Boden sind radioaktiv verseucht, das verunreinigte Material wird unter freiem Himmel gelagert). Der Grund für die absichtliche Fehldiagnose: Man will die Behandlungskosten für ehemalige Mitarbeiter nicht bezahlen.

Würg.

Auf der Seite von Areva steht übrigens zur einen Minengesellschaft folgendes:
SOMAIR’s presence brings jobs to local people and provides health and social services to an isolated and economically disadvantaged region.

Health service indeed.

Nachtrag: Aber hey, immerhin unternimmt Areva etwas gegen Aids:

The Merck-AREVA HIV/AIDS Partnership

AREVA is a world energy expert focusing on technological solutions for nuclear power generation and electricity transmission and distribution. In 2004, the company launched an HIV/AIDS workplace program for its employees and dependants with the support of the French Red Cross.

In 2005, AREVA contacted Merck to participate in the development of a co-investment project with the government of Niger, the Global Fund and ESTHER (Ensemble pour une Solidarité Thérapeutique Hospitalière en Réseau). This project, still at an early stage, aims at improving access to HIV/AIDS prevention, voluntary counseling and testing, care and treatment for the population of Arlit, a mining town in the north of Niger, and the surrounding area.

Super. Hilft den Krebskranken aber auch nicht wirklich, ne.
10.1.08 13:54


Jahresendflügelfigur

So:



Und so:



Und ich dann mal weg, Weihnachten überall und allenthalben und so. Froh! Fest! Rutsch! Und so weiter!
23.12.07 12:43


Nur zur Erinnerung

Bald geht's wieder los mit den Rauhnächten. Ich hab dazu ja schon woanders letztes Jahr was geschrieben: Hier.

Ich hoffe allerdings, dass das mit dem Träumen, was in welchem Monat passiert, wirklich erst ab Heiligabend gilt. Ansonsten, liebe beste Freundin: Wir gehen dann also im Januar auf Kreuzfahrt auf der Titanic, aber nur zweiter Klasse, während George Clooney natürlich in der ersten Klasse logiert und immer nur doof auf uns runterguckt von seinem Deck aus. Aber immerhin sinkt die Titanic nicht, dafür müssen wir in New York über eine glitschige Rampe vom Schiff aus in ein Beiboot steigen, dass dann automatisch kentert, damit unsere ganzen Habseligkeiten absaufen und wir nichts ins Land schmuggeln können. Jaja, die amerikanischen Grenzkontrollen sind harsch heutzutage.

Naja, in meinem Horoskop für 2008 stand ja, dass das ein aufregendes Jahr für Fische wird. Aber das ist mir dann trotz Sternzeichen etwas zu viel Wasser.

Und übrigens: Falls es über die Weihnachtstage mal wieder Zoff gibt, kann keiner was dafür. Vollmond und Mars in Opposition, daran liegt es. Gaaaanz bestimmt.
22.12.07 09:32


Kindergartenkonkordanz

Die Schweizer Politik der letzten Jahre ist und bleibt ein Sandkasten. Mit dem Unterschied, dass hier nicht das kleine, schwache, gehänselte Kind weinend aufsteht und erklärt: "Wenn ihr weiter so gemein zu mir seid, dann nehme ich meine Spielsachen mit und gehe nachhause!" Nein, in der Schweiz ist es das grosse, ruppige und grobe Kind, das die Spielregeln nicht beachtet und immer alles so drehen will, dass es zu seinen Gunsten ausgeht, das ständig damit droht, heimzurennen und alles Mutti zu erzählen. Und es dann doch nicht tut, weil es scheinbar schon reicht, damit zu drohen. Denn Mutti würde dann natürlich, blind vor Liebe zum vermeintlich ach so braven eigenen Kind, herbeigerannt kommen und alle anderen massregeln: "Warum seid ihr so gemein zu meinem Buben? Er tut doch nichts, er will nur spielen!"

Tja Mutti, Mama Helvetia, du Volk der einigen knapp 30 Prozent SVP-Wähler: Da hat heute wohl die Supernanny in Form der vereinigten Bundesversammlung zugeschlagen, und jetzt muss Bubi Blocher auf der stillen Treppe sitzen und darüber nachdenken, was er falsch gemacht hat. Und das passt Bubi Blocher und seinen lautstarken Hintergrund-Handlangern Mörgeli und Maurerli gar nicht. Vor allem auch deswegen, weil die kleine Schwester Schlumpfine von den anderen Sandkastenspielkindern bereitwillig und mit Begeisterung als Blocherersatz aufgenommen wurde: Die hat nämlich Zugriff auf die gleichen Spielzeuge, bloss hält sie sich an die Regeln und zetert nicht gleich rum, wenn etwas mal nicht nach ihrem Gutdünken läuft. Verständlich aber natürlich auch, dass Schlumpfine noch zögert, die Rolle ihres grossen Bruders zu übernehmen - Wer weiss, was ihr an Schimpferei und Prügeln droht, wenn sie nachhause kommt, wo Bubi Blocher und seine Kindergartengang schon auf sie warten? Auf die Familienehre wird da dann lauthals hingewiesen, und dass man doch zusammenhalten muss gegen das restliche Sandkastenpack, das offensichtlich keine Ahnung hat, wie man sich als stolzer Schweizer zu benehmen hat und bestimmt jedes dahergelaufene Asylantenkind zum Mitspielen einladen würde, wenn da nicht Bubi Blocher und seine Schergen wären, die dies heldenhaft verhindern! Schwester, wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, da hast du nichts zu melden!

Nein, Schlumpfine hat es nicht leicht. Sie muss sogar damit rechnen, dass Mama Helvetia plötzlich spricht: Du bist nicht länger meine Tochter! Such dir eine neue Familie, und deinen Cousin Sämi kannst du gleich mitnehmen, der hat eh nie wirklich zu uns gepasst, der Berner!

Schlumpfine, ein kleiner Tipp von Frau zu Frau: Lass dich von der Blocherbande nicht einschüchtern und triff deine Entscheidung so unabhängig wie möglich. Nur weil jemand besonders laut ist, bedeutet das nicht, dass er Recht hat. Wer zu Drohungen greift, dem fehlen meistens ganz einfach die Argumente. Und man kann auch ganz ohne Spielzeuge Spass haben im Sandkasten. Schnapp dir den Sämi und setz dich, du wirst sehen, dass deine neuen Freunde dich vermutlich eher so akzeptieren, wie du bist, als es deine Familie je getan hat.

Und mach dir mal keine Sorgen um den Bubi und seine Sidekicks. Die sorgen schon dafür, dass die stille Treppe nicht mehr lange still bleibt.
12.12.07 16:09


Spam Spam Spam Sausage and Spam

Ein Stück für diverse mir unbekannte virtuelle Existenzen. Ort des Geschehens: Meine Mailbox.

Von rechts tritt Jerry Webber auf. Er stellt sich etwas schüchtern in die Mitte der Bühne und gesteht uns leise, im Tonfall eines Erstbesuchers der Anonymen Alkoholiker:

Jerry Webber: I was scared of blowing my load to quick.

Jerry senkt peinlich berührt den Kopf. Laura Villolobos stakst von links hinten auf ihn zu, legt ihm tröstend den Arm um die Schultern.

Laura Villolobos: Man lebt nur einmal - probiers aus!

Jerry blickt sie verwirrt an, er versteht offensichtlich kein Deutsch. Laura versucht es mit einer zusätzlichen Erklärung:

Laura: the Firm to the -- more fun?

Nichts zu machen, Jerry kapiert es nicht. Dorian Walsh eilt Laura zu Hilfe.

Dorian Walsh: Man lebt nur einmal - probiers aus! are evaluating claims -- neurobiology, cognitive!

Jerry (noch verwirrter als vorher): the firm are evaluating claims to the cognitive more fun neurobiology?

Anwalt rennt hinter den dreien über die Bühne, "Ihr Geld ist da" rufend.

Marion Cates nutzt den Moment aus, schiebt Dorian und Laura beiseite und vertraut Jerry mit Verschwörerstimme an:

Marion Cates: Man lebt nur einmal - probiers aus!

Jerry zeigt sich mittlerweile etwas genervt. Marion ergänzt:

Marion: Including registration of corporation -- principles will help!

Horatio Donald, offenbar durch das Wort "principles" und seine akustische Ähnlichkeit zu "principals" angelockt, überreicht Jerry eine Broschüre:

Horatio Donald: Too busy to go back to school?

Jerry wird jetzt wütend, fühlt sich genötigt, die Sache nochmal aufzuklären:

Jerry: I was scared of blowing my load to quick!!!

Von rechts hinten, links hinten und vorne durch das Publikum rennen Marc J. Knight, Marc K. Knight und Marc U. Knight auf Jerry zu. Beinahe gleichzeitig schreien sie:

Marc J. Knight: Leave the small size behind! Enjoy your bigger penis!
Marc K. Knight: You won't believe your eyes when you see your new penis size!
Marc U. Knight: Bigger penis is not just an illusion!

Jerry bricht verzweifelt zusammen. Im Hintergrund hüpft Anwalt in die andere Richtung über die Bühne und plärrt: "Bitte zurück rufen!"

Jerry (schluchzend): I was scared of blowing my load to quick...

Die anderen Leute weichen etwas beunruhigt zurück. Whitney Ziegler bahnt sich einen Weg durch die Menge mit Lenny Bryant im Schlepptau.

Whitney Ziegler: I was looking for you.

Jerry blickt mit tränenüberströmtem Gesicht zu ihr hoch.

Jerry (stammelnd): I was scared of blowing my load to quick...

Whitney schiebt Lenny zu Jerry hin. Ersterer ergreift in guruhafter Manier Jerrys Hände und zieht ihn hoch.

Lenny (beruhigend): Never worry about blowing your load too quick again.

Jerry schnieft noch einmal, fängt dann an zu lächeln, schliesslich strahlt er. Alle jubeln, und Derick Law tritt showmastergleich aus der Menge hervor, mit Penny Roper und Isabell Driver als Chordamen hinter sich.

Derick Law: Dann klappts auch mit der Nachbarin!

Die Nachbarin eilt auf die Bühne und umarmt Jerry leidenschaftlich, während Isabell und Penny mit perfekter Choreographie flöten:

Penny Roper & Isabell Driver (synchron): Jetzt bestellen und ein blaues Wunder erleben!

Vorhang, Applaus, und keiner beachtet mehr Anwalt, der als Dringend verkleidet nochmal "Bitte zurück rufen" schreiend die Bühne überquert.

(Und da sage noch einer, Spam sei nicht kreativ. Jegliche Tippfehler wurden übrigens vom mir übernommen und nicht extra eingefügt...)
22.10.07 11:46


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