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Gehirnstürm

Böser Gedanke, offen ausgesprochen

Tibet ist das neue Burma.

Oder, um es noch expliziter in Fashion Speak auszudrücken:

Burma? That's so last season, darling.

Ah, how quickly we forget. Auch mir wurde Burma/Birma/Myanmar erst wieder durch die Zyklonmeldungen ins Gedächtnis gerufen. Ob wohl auch nur einer der protestierenden Mönche noch protestiert, bzw. überhaupt noch lebt?

Peinliches Geständnis meinerseits in diesem Zusammenhang: Auch wenn China das Regime in Burma unterstützt und auch wenn ich die chinesische Vorgehensweise bezüglich Tibet für absolut unvertretbar halte, so harzt es bei mir dennoch wahnsinnig, was den Vorsatz angeht, die Olympischen Spiele NICHT zu gucken. Es ist eine Mischung aus:

- "Ich guck das doch immer so gerne"
- "Ich hab das doch schon immer geguckt"
- "Wenn nur ich das nicht gucke, hat das eh keine Auswirkungen"

Was natürlich alles eben auch absolut unvertretbar ist, denn bekanntlich zählt jeder Einzelne, und solche Argumente sind eh zum Kotzen und überhaupt. Aber andererseits: Bringt ein Guckboykott was? Müsste man nicht eher Produkte aus China boykottieren? Wenn ja, dann ist mein Boykott-Fussabdruck eh für einige Jahre ruiniert - ich hab irgendwie das Gefühl, dass fast alles, was wir in den letzten Wochen für die neue Wohnung gekauft haben, Made In China ist. Ups. Ausserdem: Wem schadet man denn mit einem solchen Boykott eher, dem Regime oder dem Volk (nein, "China" und "Chinesen" sind in meinen Augen nicht ein und dasselbe)? Vielleicht wäre es also sowieso sinniger, Produkte zu boykottieren, die von den Sponsoren der deutschen Olympiamannschaft hergestellt werden? Die Hersteller zu boykottieren, die während der Spiele Werbung schalten?

Oder doch mal wieder auf die Strasse, mal wieder demonstrieren?

Ich weiss es nicht. Ich weiss es verdammt noch mal nicht. Ich seh mich mal wieder hilflos der Weltpolitik gegenüber stehen und bitte um Rat. Oder gibt es da draussen vielleicht jemanden, der mich vom 8. August bis zum 24. August ablenken bzw. sich mit mir solidarisch erklären will, während ich die Finger in die Ohren stecke und laut "Lalala" singe, damit ich vom sportlichen Geschehen nichts mitkriege?

Immerhin hätten wir dann schon etwas Übung für den Boykott der Olympischen Winterspiele 2014.

In Sotschi.

In Russland.

Wo die Freiheit ja bekanntlicherweise auch total grenzenlos ist.
5.5.08 09:30


Ein bisschen Blasphemie zum Feiertag

Irgendwie kam gerade beim Frühstückstisch das Gespräch auf den heutigen Feiertagsanlass Auffahrt (für Deutsche: Christi Himmelfahrt. Mei, wir Schweizer sind halt ein kleines Volk, wir haben nicht so viele Buchstaben zur Verfügung). Und irgendwie (wir hinterfragen die Irrungen und Wirrungen meines Gehirns nicht, danke sehr) entstand dabei in meinem kleinen Köpfchen die nun folgende Gotteslästerung. Streng religiöse Seelen lesen jetzt bitte nicht mehr weiter.

Was wäre wenn...

...Jesus' Leben im deutschen Reality-Fernsehen dokumentiert würde?

(*duck*)

Als erstes würden sich Josef und Maria vermutlich bei Oliver Geissen einfinden, um darüber zu streiten, wer der jungen Dame da ein Kind angehängt hat. (RTL-Website: "Sie wissen nicht, wer der Vater Ihres Kindes ist? Oder bezweifeln Sie Ihre Vaterschaft? Machen Sie einen kostenlosen Test. SMS an...")

Nachdem man sich wieder zusammengerauft hat ("Familienhilfe mit Herz" sei Dank), macht sich das Paar auf den Weg Richtung Bethlehem und sucht nach einer Behausung ("Unsere erste gemeinsame Wohnung") und schliesslich wird Jesus geboren ("Mein Baby" - oder doch gleich "Die Kinderärzte von St. Marien"?).

Dass Verona Pooth den Hirten als "Engel im Einsatz" die frohe Botschaft überbringt, wollen wir mal nicht hoffen...

Jesus' wundersames Wirken fänden wir vermutlich entweder bei "Das Supertalent" dokumentiert oder, was die frühpubertären Diskussionen mit den Gelehrten im Tempel angeht, vielleicht doch eher bei "Teenager ausser Kontrolle". Oder wird dort doch eher die Geschichte der 40 Tage und Nächte in der Wüste erzählt?

Das Sammeln der Jünger? Hm. DSDS? Popstars? Germany's Next Top Model? Irgendetwas castingmässiges würde es wohl sein.

Und danach würde natürlich "Big Brother" zum Zug kommen. Ich seh es gerade bildlich vor mir, wie Judas heimlich über Jesus lästert und die anderen davon überzeugt, dass sie Jesus nominieren, damit er rausfliegt und schliesslich bei "Richterin Barbara Salesch" landet.

Die ganze Kreuzigungsgeschichte wäre dann wohl doch zu brutal für die Reality TV Shows, aber ich bin mir sicher, dass es dazu einige Nachrichten-Sondersendungen gäbe und Peter Klöppel mit gefühlvollem Nicken irgendwelche Experten von Pontius bis Pilatus befragen würde. Und Antonia Rados wäre natürlich live vor Ort. Nach ein paar Wochen dann die entsprechende Dokumentation in der RTL 2-Schicksalsreportage.

Die Wiederauferstehung würde sich wiederum sicher Kai Pflaume für "Nur die Liebe zählt" sichern. Ich sehe es bildlich vor mir, wie Maria weinend erzählt, dass ihr Sohn viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde, Kai sie daraufhin fragt, ob sie ihn denn gerne wiedersehen würde, und zu den Klängen von "Maaaamaaaa, du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen" tritt Jesus auf die Bühne.

Und damit wären wir ja schon beim heutigen Feiertag angelangt und der würde ja dann wohl in welcher Reality-Show stattfinden?

Genau: "Goodbye Deutschland".


Jaja, ich weiss, schändliche Schändlichkeiten meinerseits. Aber hey, immerhin hab ich mir und der Leserschaft erspart, als passende Doku-Soap für das letzte Abendmahl das hier vorzuschlagen...
1.5.08 12:09


Nur mal so ein paar rhetorische Fragen...

...zum Thema Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten (Achtung, die politische Korrektheit lasse ich jetzt einfach mal vor der Tür):

- Wäre Barack Obama gleich beliebt, wenn er ein wirklich schwarzer Schwarzer wäre und kein milchkaffeebrauner Schwarzer?

- Hätte Hillary Clinton weniger Mühe mit ihrer Kandidatur, wenn sie nicht die Ehefrau von Bill Clinton wäre?

- Hätte Hillary Clinton es überhaupt bis zur Präsidentschaftskandidatin geschafft, wenn sie nicht die Ehefrau von Bill Clinton wäre?

- Vor wem haben die USA mehr Angst, vorm schwarzen Mann oder vor Virginia Woolf?

- Wie sehr sollte man sich bei einer Präsidentschaftswahl eigentlich von der Meinung von Prominenten beeinflussen lassen? (siehe will.i.am-Youtube-Video "Yes We Can")

- Ist es besser, jemanden zu wählen, der sich im politischen Sumpf Washingtons auskennt und dementsprechend auch Teil dieses Sumpfes ist, oder ist es besser, jemanden zu wählen, der mit augenscheinlich hehren Zielen im Blick über diesem Sumpf zu stehen scheint und damit riskiert, nicht mitzukriegen, was da unter ihm alles rumblubbert?

- Wenn man einen Nachfolger für einen Geschäftsführer sucht, der ein gerne mal kränkelndes Unternehmen so ziemlich vollständig marode gemacht hat, setzt man lieber auf den pragmatischen, gewieften Geschäftsmann, der alle netten und nicht so netten Mittelchen kennt, um die ganze Sache zu retten, oder engagiert man lieber einen Mentaltrainer, der alle Beteiligten so motiviert, dass man die Firma gemeinsam aus dem Loch zieht?

- Und vor allem: Inwiefern ähneln die beiden Protagonisten eigentlich wirklich den Rollen, in die sie die Öffentlichkeit steckt?

Barack ist kein Heiliger und Hillary keine Bitch, und vermutlich besitzen sie sehr viel mehr gemeinsame Nenner, als man jetzt denken könnte. Aber eben: Wahlkampf.

(Ach ja, was ich übrigens am allerallermeisten zum Kotzen finde: Wenn Frauen für Obama argumentieren, weil er ja sooo gut aussieht (siehe hier übrigens auch Frage 1: Wäre das in dem Fall immer noch so?) und wenn sie dann nach Möglichkeit auch noch Hillary wegen irgendwelcher Äusserlichkeiten wie Kleidung und Frisur runtermachen. Boaaaah, nee. Würg.)

Und noch was: Beware the Fritten-Man. Vergessen wir John McCain nicht. Je nach Ausgang des demokratischen Kandidatenrennens kann der mehr Leute auf sich vereinen, als das Trara um Clinton und Obama jetzt vermuten lässt. Wenn zwei sich streiten und so weiter.
4.3.08 13:17


Ein Bett im Kleefeld - Achtung, Cloverfield-Spoiler!

Abschiedsparty für nen Manhattan-Twen
Denn der Junge soll bald nach Japan gehn
Sein bester Kumpel hat ne Handheld-Cam und muss drehen
Freundin des Helden bringt nen Typen mit
Held macht ne Szene, worauf die Freundin geht
Dann wird es wacklig und gleich wird was Böses geschehen

Ein Bett im Kleefeld würd den Titel erklärn
Denn ne Erklärung hätte ich jetzt sehr gern
Was hat ein Kleefeld mit New Yorker Jungvolk zu tuhun?
Ein Bett im Kleefeld wär ne Superoption
Denn die Filmstory, die kenn ich ja echt schon
Und in dem Kleefeld könnten meine Augen ausruhun

Kurz darauf dann sind die Kids auf der Strasse
Bilden mit andern eine Menschenmasse
Von links oben kommt ein Stück Freiheitsstatue geflogen
Grosse Panik, trotzdem wird weitergedreht
Damit das Video auch bald bei Youtube steht
Minuten später wird die Brooklyn Bridge kaputtgebogen

Ein Bett im Kleefeld wär nen Gedanken wert
Denn hier im Kino läuft ziemlich vieles verkehrt
Das fiese Monster prügelt sich quer durch die City
Ein Bett im Kleefeld mag voller Viecher sein
Denn Ungeziefer findet sich überall ein
Doch lieber Käfer als das Kind von Alien und E.T.

Im U-Bahntunnel beissen die Monster dann zu
Die eine Trulla beisst auch - ins Gras. Ups, nanu!
Freundin des Helden liegt in ihrer Wohnung im Sterben
Kaum ist der Held dort, geht es ihr wieder gut
Dabei war sie doch vorhin noch voller Blut
Monster frisst Filmer, Held muss damit die Kamera erben

Ein Bett im Kleefeld so schön im Abendrot
Und in Manhattan sind dann wohl alle tot
Film ist zu Ende, gib mal die Cola her, als Energiequell
Ein Bett im Kleefeld ist besser als jeder Hype
Über den ich dann ein blödes Liedchen schreib
Und bitte, J.J., verzichte doch auf ein Sequel.

Danke sehr.
3.2.08 20:43


Assoziationen beim Betrachten eines Filmplakats

Wir waren neulich mal wieder im Kino, "Keinohrhasen" gucken. Sehr niedlich, auch wenn ich Til Schweiger einfach immer noch irgendwie nicht mag. Ich glaube es liegt an seiner Stimme. Oder am Grübchen in seinem Kinn. Keine Ahnung. Aber ich schweife ab.

Apropos Abschweifen und "Keinohrhasen": Ich hatte letzten Monat ein total grandioses Shopping-Erlebnis. Ich hab an einem Nachmittag die perfekte Jeans gefunden (und gleich in zweifacher Ausführung gekauft, sowas muss dann halt sein, jede Frau wird mich verstehen) und ausserdem auch noch ein paar kniehohe Stiefel, die nicht zu sehr nach Julia Roberts am Anfang von "Pretty Woman" aussahen, aber auch nicht zu sehr im Stil "Harley Davidson and the Marlboro Man" gehalten waren. Und, vor allem, allerallerwichtigster Punkt: Sie passten über meine Unterschenkel. Ich bin ja nun mal einerseits aufgrund meines Gewichts, aber andererseits eben auch von Mutter Natur mit der sogenannten Lothar-Matthäus-Gedenk-Wade ausgestattet. Und da passen kniehohe Stiefel leider meistens nicht. Diesmal allerdings doch! Hurra! Zeichen und Wunder!

Zwei Wermutstropfen allerdings: Die Schuhe sind, wie ich erst zuhause bemerkte, Grösse 42. Nach dieser Feststellung wurde natürlich meinerseits erst mal lamentiert, da ich eh schon mit Grösse 40 bei einer Körpergrösse von 1,61 Meter fusstechnisch relativ grosszügig ausgestattet bin (vom hohen Rist, dem breiten Knöchel und der empfindlichen Ferse sprechen wir gar nicht erst. Problemfeet'R'Us.) - und jetzt Grösse 42? Gnaaaah, Gott, warum?!?! Fünf Minuten später kam ich dann aber zum Schluss: Halt's Maul, Weib. Die Dinger passen, sind bequem, sehen gut aus und zur Not kannst du vorne in jeder Schuhspitze noch problemlos ein Paar Ersatzstrumpfhosen für den Notfall mittransportieren, was willst du also mehr? Eben.

Wermutstropfen Nummer zwei, weniger wermütig, aber dennoch erwähnenswert: Die Passform meiner perfekten Jeans nennt sich (und ja, das steht tatsächlich auf der Jeans, oben am Bund) "Taille weiter, Gesäß flach, schlanker Oberschenkel". Anders gesagt, meine Figur kriegt das Label "All gut, no butt". Oder auf Deutsch, und damit kriegen wir jetzt auch endlich wieder die Kurve zum Anfang des Eintrags: "Keinarschhosen".

Eben. Wir waren also im Kino, "Keinohrhasen" gucken. Vor dem Film wurde unter anderem der Trailer zu "The Bucket List" gezeigt, dem neuen "Alte Männer wollen nochmal was erleben"-Werk mit Jack Nicholson und Morgan Freeman. Nicht weiter erwähnenswert, aber auf dem Weg nach draussen nach dem Film stach mir das entsprechende Plakat in die Augen. Und da hatte ich die eintragstitelgebende Assoziation - und meiner Meinung nach passt sie ganz gut. Ich hab das für die Leserschaft mal grafisch umgesetzt.

15.1.08 13:38


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