(...und manchmal auch ganz anders)
  Startseite
    Frauen!!!
    Männer!!!
    Paartherapie
    Nabelschau
    Gehirnstürm
    Fundbüro
    The Sound Of Music
    Körperertüchtigung
    Völkerkunde
    No-No-No-Notorious
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Jede Woche wieder
   Thollsten
   ChrisDiva
   TV-Schnee
   Gwen
   52 Wochenenden

Natollies woechentliche Verbrechen auf Schallplatte:





Besucher online


Webnews



http://myblog.de/natollie

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ausflügli...

...oder auch wie der arme Ehemann dazu gezwungen wurde, seinen freien Tag mit mir durchs Zeckengefahrgebiet streifend zu verbringen.

Mir fällt im Moment gerne mal die Decke auf den Kopf zuhause. Also nicht wörtlich, der Zustand unserer Wohnung ist intakt, und unser Nachbar oben vollführt auch nicht jede Nacht einen mehrstündigen Blutpogo, der den Putz zum Bröckeln bringen würde.

(Über die letztnächtliche unfreiwillige Unterhaltungsepisode aus der WG unter uns schreibe ich jetzt nicht extensiv, nur so viel sei gesagt: Gesangsstunden, Gitarrenunterricht und kurzfristiger Alkoholentzug wären eine super Idee. Und bitte auch ein lebenslängliches "American Pie"-Singverbot. Danke.)

Nee, das Problem ist eher, dass da eine Perspektive war, die jetzt keine mehr ist. Wer sich darauf eingestellt hat, ein Kind zu bekommen, der fällt gerne mal in diverse Löcher, die da wären:

- Die Trauer um das verlorene Lebewesen
- Die Frustration des Versagens (das per se ja nicht vorhanden ist, aber manchmal reitet einen dieser Teufel eben schon)
- Die Verwirrung über die eigenen Gefühle
- Die Genervtheit über den eigenen Körper, der sich nur langsam erholt und einen deswegen quasi in der eigenen Wohnung einsperrt
- Die Schuldgefühle, weil man nicht so offen jammert und leidet wie die ganzen anderen "Sternchenmütter" in Internetforen. Bin ich gefühllos? Bin ich oberflächlich? Verdränge ich alles nur und breche dann später zusammen?

Und so weiter, und so fort. Man sitzt halt da und denkt nach und dreht sich psychisch im Kreis. Und das ist nicht immer angenehm. Deswegen ist Ablenkung super. Und darunter leidet halt dann der Ehemann, der sich vermutlich auf einen geruhsamen Fronleichnamsfeiertag gefreut hat und stattdessen mit einer unternehmungslustigen Frau konfrontiert wurde, die alles wollte nur nicht zuhause bleiben.

Okay, nicht ganz alles wollte sie. Ins Kino wollte sie zum Beispiel nicht. Ich hab nämlich derzeit keinen Bock auf schlechte dritte Teile einer Trilogie, bei der ich schon den zweiten Teil dämlich fand. Sprich: "Pirates of the Caribbean" kann mir derzeit gestohlen bleiben. Immerhin fing meine Fehlgeburt während "Spiderman 3" an, ich will also gar nicht wissen, was Captain Jack Sparrow alles hervorrufen könnte.

Meine Vorschläge zum Thema Unternehmung waren: Strasbourg oder Steinwasenpark. Aber Strasbourg war irgendwie auch doof, denn eigentlich reicht es mir schon mit dem derzeitigen Frustfressen, da muss nicht noch Frustshoppen dazu kommen. Also Steinwasenpark. Armer Ehemann.

Hier eine kurze Erklärung zum Thema Steinwasenpark für alle, die das Ding nicht kennen: Es handelt sich dabei um eine Art Miniminiminieuropapark meets Tierpark. Anders gesagt: Es gibt zwei pseudospannende Achterbahnen, eine Freiluftsommerrodelbahn, eine schlechte Kopie des Europapark Fjord Raftings und eine kurze Reise durch den Schwarzwald in Form einer beschaulichen Tuckerbahn, die durch diverse offensichtlich von Achtklässlern nachgebaute Pappsehenswürdigkeiten der Gegend gondelt. Und durch die Hölle. Ach ja, den Eisweltachterbahnsimulator gibt es auch noch, der ist ganz nett, aber in der Welt von Schnee und Eis und gruseliger Kälte war es irgendwie wärmer als in der Schwarzwaldhölle.

Hm, was gab es noch? Ganz viele Familien mit Kindern. Interessanterweise macht es mir nichts aus, Kinder, Babies oder Schwangere um mich herum zu haben, aber mein Gefühl sagt mir: Solange ich sie dermassen bewusst wahrnehme, ist eben noch nicht alles in Butter. Wäre ja vermutlich auch etwas verfrüht.

Und dann gab es eben noch die Tiere. Dazu musste man den Berg hoch und wieder runter. Was sich für mich als physischer Härtetest entpuppte, den ich aber bestanden habe. Meines Erachtens habe ich mich folglich von den körperlichen Strapazen der letzten Wochen erholt, ob dies wirklich der Fall ist, wird sich beim Frauenarztbesuch nächste Woche zeigen.

Kleiner Einschub am Rande: Letzten Donnerstag musste ich übrigens auch noch zum Arzt. Brust-Ultraschall, weil die Frauenärztin bei der Erstuntersuchung einen Knoten gefunden hatte. Entwarnung: Es sind nur Zysten. Zum Glück. Das hätte es nämlich nicht auch noch gebraucht.

Aber zurück in den Steinwasenpark: Wir sind also hoch und runtergekraxelt, haben Tiere geguckt und grundsätzlich die frische Luft und die Natur genossen. Also ich zumindest. Der Mann musste ja mit. Aber dafür durfte er depperte Fotos von mir machen, und somit komme ich zum eigentlichen Grund dieses Eintrags:

Eigentlich wollte ich nur doofe Fotos verlinken.

Was ich hiermit gemacht habe.

Und zusammengefasst: Es geht mir meistens gut. Manchmal geht es mir beschissen. Aber das ist mein Recht und ausserdem völlig okay. Nicht dass ich es toll finde, aber es zeigt mir, dass ich nicht gefühllos bin, sondern dass ich lediglich nach meinem eigenen Rhythmus trauere. Und wann, wenn nicht in meiner Situation, sollte man denn sonst einfach nach Gefühl vorgehen?

Eben. Aber das nächste Mal darf trotzdem der Ehemann aussuchen, was wir an seinem freien Tag machen.
7.6.07 21:13


Das Herz hat keine Ohren

Jeder hat so "seine" Songs. Lieder, die einem wahnsinnig viel bedeuten, sei es weil man sich im Text wiederfindet oder weil man sie durch ein geliebtes Wesen kennen gelernt hat oder auch, und hier beginnt das Problem, weil man sie während einer bestimmten Zeit dauernd gehört hat.

Denn wer sich so wie ich gerne mal vom Radio berieseln lässt, der wird von deren Playlist ab und zu hinterrücks überfallen. Die spielen dann irgendeinen Scheiss dermassen oft, dass er irgendwann der symptomatische Soundtrack für eine ganze Zeitspanne ist.

So assoziiere ich noch heute Mariah Careys "Dreamlover" mit meinem ersten Macker - obwohl der beileibe kein Traumliebhaber war - , nur weil der Song in der H&M-Filiale, in der ich damals arbeitete, zu der Zeit rauf und runter lief. Und wer will schon Mariah Carey mit irgendetwas assoziieren? Eben.

Das aktuelle Beispiel ist auch wieder sowas. Im Monat Mai, also dem Monat mit Kind, hatte SWR 3 nichts besseres zu tun, als dauernd einen Song zu spielen, den ich doof fand, immer noch doof finde und vermutlich immer doof finden werde. Aber er lief halt so oft, dass er mich jetzt, jedes Mal wenn ich ihn höre, an die Zeit erinnert, als ich schwanger war. Und ich mag doch nicht wegen eines Songs weinen, den ich strunzblöde finde - ach Wumpeklumpe, musste es denn ausgerechnet dieses Lied sein?

Hrmpf. Das Herz hat keine Ohren, ihm ist es egal, wie etwas klingt, Hauptsache die Töne rufen Erinnerungen hervor, ob gut oder schlecht, das Herz unterscheidet da nicht.

Aber muss es denn ausgerechnet Rob Thomas sein?



Bei der nächsten Schwangerschaft höre ich nur noch CDs. Dann kann ich mir den Ohrwurm wenigstens selbst aussuchen.
11.6.07 09:56


DNA-Analyse

Okay, das bin ich, angeblich:



Stimmt schon. Aber wie bei jedem Test wählt man ja nicht nur danach aus, wie man ist, sondern auch danach, wie man sein möchte. Inwiefern das eine mit dem anderen übereinstimmt... nun ja. Der Weg ist das Ziel, und so ein paar Kilometer habe ich schon hinter mir.
13.6.07 20:15


Katzeklo, Katzeklo...

...bleibt mir vom Leib damit! Naja, jetzt im Moment noch nicht, aber hoffentlich bald.

Ich war am Dienstag bei der Frauenärztin zur Nachkontrolle. Alles in Ordnung, einen Zyklus müssen wir abwarten, aber dann heidewitzka!

Ich mache mir da allerdings gleich auf zweierlei Weise nichts vor:

Erstens kann es durchaus dauern, bis dieser eine Wartezyklus abgeschlossen ist (auch wenn das Ei schon voll entwickelt und der Gebärmutterschleim schon zum Teil wieder aufgebaut ist - oh hallo, männliche Mitleser, soll ich für euch noch schnell ein Bild dazu im Internet suchen? Nicht? Okay!), ich rechne da nicht damit, dass ich in zwei Wochen pünktlich auf die Minute anfangen werde zu bluten. Aber irgendwann vermutlich schon, man sollte sich bei sowas auch nicht unter Druck setzen, denn jede Frau weiss, dass die Menstruationsblutung bei psychischem Druck ungefähr so lange auf sich warten lässt wie ein bewachter Milchtopf auf das Kochen.

Zweitens klappt das mit der zweiten Schwangerschaft, wenn es klappt. Wie sagte meine Frauenärztin so schön: "Schwanger werden Sie eh erst, wenn Körper und Geist dazu bereit sind!" Also liegt die Entscheidung, zumindest die bewusste, sowieso nicht wirklich bei mir. Immerhin wissen wir jetzt, dass es auf natürlichem Wege hinhauen kann, und mei, jetzt müssen wir halt wieder üben. Schlimme Sache das.

Aber nun zum Titel des Eintrags: Wie jede brave Schwangere habe ich natürlich den Toxoplasmosetest machen lassen, auch wenn ich es etwas befremdlich finde, dass man dafür extra bezahlen muss, aber naja. Wird sicher nicht die letzte finanzielle Aufwendung in Sachen Nachwuchs gewesen sein. Auf jeden Fall ging ich eh davon aus, dass das Resultat positiv sein würde, immerhin bin ich mit Katzen aufgewachsen, von denen eine ja auch Katzen-Aids ins Haus geschleppt hatte, ausserdem gibt es in diversen verwandt- und freundschaftlichen Wohnungen Katzen, und nicht zuletzt bin ich eins von diesen lästigen Weibern, das jeder Katze auf der Strasse ein lockendes "Bussbussbuss!" zuquiekt und alles krault, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Ja Pustekuchen. Negativ. Wie übrigens auch bei einer schwangeren Freundin von mir, die auch des öfteren mit Katzen zusammengelebt hat. Langsam aber sicher glaube ich ja, dass die allgemeine Vorstellung von "Toxoplasmose? Ist total häufig, kriegt man ja, wenn man eine Katze nur von weitem anguckt!" eben nicht korrekt ist. Naja. Für mich heisst das ja nur, dass ich mich jetzt und vor allem während einer zukünftigen Schwangerschaft von Katzenklos, freilaufenden und rohfleischessenden Katzen sowie Schweinefleisch, Schaffleisch, Rohfleisch und Rohwurst fernhalten sollte.

Entweder das, oder ich hole mir jetzt noch schnell Toxoplasmose. Wer also gerne sein Katzenklo ausgemistet hätte und mir dafür eine grosse Portion Schweinetartar serviert, der soll sich jetzt melden oder für immer schweigen.
14.6.07 12:37


Zurück in die Steinzeit

Heute ist mal wieder so einer dieser Tage, an denen man bzw. vor allem ich am besten im Bett geblieben wäre.

Es fing damit an, dass ich um halb acht völlig fertig aus dem Bett kraxelte, weil ich bei dieser Hitze seit über einer Woche nicht richtig entspannt und bei dem Gedonnere letzte Nacht erst recht nicht richtig tief schlafen kann.

Dann verbrachte ich die nächsten zwei Stunden damit, bei Ticketcorner darauf zu warten, dass ich endlich die Tickets für das Testspiel Werder Bremen gegen Liverpool im Juli in Grenchen bestellen konnte. Normalerweise fängt der Ticketverkauf bei Ticketcorner um acht an. Manchmal um neun. Diesmal wurde es halb zehn, und ich traute mich nicht vom PC weg, um aufs Klo zu gehen oder Frühstück zu machen, weil ja plötzlich der Vorverkauf beginnen könnte und ich so meine Chance auf meine jährliche Portion Frings Live verzichten müsste.

Ich brauche vermutlich nicht zu erwähnen, dass es auch jetzt noch mehr als genug Tickets bei Ticketcorner gibt.

Beim Frühstück (nach der Ticketbestellung) fiel mir erst die eine, dann die andere Scheibe Margarinetoast auf den Boden, die Lyonerwurst sprang hinterher, während ich den einen Toast mit meinem Bein stoppte. Was einen handtellergrossen Margarinefleck auf der Hose zur Folge hatte.

Dann wollte ich die Ladung Geschirr im Geschirrspüler nochmal durch einen Spülgang jagen, weil der Geschirrspüler gestern irgendwie mittendrin mit Spülen aufgehört hatte. Tja. Das hatte wohl seinen Grund. Auf jeden Fall, um es mit einer Umschreibung zu sagen, die vermutlich ein Helvetismus ist, tat das Ding auch heute keinen Wank mehr. Nix. Nada. Man schaltet das Teil an, das "Ich bin eingeschaltet"-Lichtchen leuchtet, aber nichts passiert.

Also zurück in die graue Vorzeit der Koch- und Essutensilienreinigung. Spülen von Hand im - Nomen est omen - Spülbecken. Ist ja nicht weiter schlimm, denkt sich die Hausfrau.

Die Hausfrau hat aber noch nie in unserer Wohnung von Hand gespült.

Über unserem Spülbecken in unserer Küchenwand ist nämlich kein normaler Wasserhahn installiert, nee. Es handelt sich bei dem Gerät um einen (vermute ich zumindest) sogenannten Durchlauferhitzer. Sprich, man füllt das Ding mit Wasser auf, wählt die gewünschte Temperatur und wartet, bis die Erhitzung durchgelaufen ist.

Unser Durchlauferhitzer (sofern es denn einer ist und nicht ein Prototyp irgendeiner Maschine, die verständlicherweise nie in Serie ging) stammt aus dem Jahr... naja, ich sag es mal so: Er ist beige. Die geneigte Leserschaft mag daraus ihre Schlüsse ziehen.

Nun dauert es leider Gottes ewig (na ja, so zehn Minuten schon, würde ich grob schätzen), bis das Teil voll ist. Und dann dauert es nochmal fünf bis zehn Minuten, bis der Durchlauferhitzer seine Erhitztätigkeit abgeschlossen hat. Wir sprechen hier also von einer Viertelstunde, bis ich eine Runde heisses Wasser habe, die dann allerdings nur einen Viertel des Spülbeckens füllt, dessen Stöpsel übrigens nicht ganz dicht ist, so dass bis zur nächsten Heisswasserrunde das vorherige Heisswasser abgesickert ist.

Die Sache mit dem fehlenden Wasserdruck beim kalten Wasser, der sich in einem Rieseln äussert, das zwischendurch ins Tröpfeln übergeht, erwähne ich jetzt mal nicht.

Aber zum Glück ist die Frau ja bekanntlich selbst, und so ein paar Spaziergänge ins Badezimmer, bewaffnet mit Krügen, sind ja gut für die Fitness. Denn im Bad haben wir - Gas sei Dank - heisses Wasser, das sogar mit viel Druck rauskommt. (Auch wenn zu viel Druck das Wasser gelb färbt. Rostige Leitungen, ick hör euch trapsen...)

Also hab ich mich vor und nach dem Mittagessen dem Spülen von Hand inklusive Road Trips ins Bad gewidmet. Unter lautem Gefluche und mit der unangenehmen Vorahnung, dass die Spülmaschine entweder hinüber ist oder sie eh keiner mehr reparieren würde, denn die ist vermutlich so alt wie der Durchlauferhitzer. Wobei es ja wahrscheinlich eh heissen wird, dass ich sie mit meiner unsanften Behandlung kaputt gekriegt habe. Was im Übrigen auch gut möglich ist. Aber selbst wenn das so ist, möchte ich trotzdem bitte gerne einen neuen Geschirrspüler. Jetzt gleich. Darf gerne auch beige sein, Hauptsache das Ding läuft.

Meine Hände sehen nämlich gerade gar nicht aus, als hätte ich sie gerade in Palmolive gebadet.

(Und falls sich jetzt irgendjemand dazu berufen fühlt, mich darauf hinzuweisen, dass man früher alles von Hand gespült hat und wir hatten ja nix damals und überhaupt: Weiss ich. Ich habe den Komfort des automatisierten Geschirrspülens auch erst 2001 kennengelernt. Aber manche Fortschritte heisse ich gerne vollumfänglich in meinem Leben willkommen und möchte sie auch nicht missen. Vor allem dann nicht, wenn ihr Fehlen bedingt, dass ich an einem schwülen Fastsommertag längere Zeit bis zu den Ellenbogen in heissem Seifenwasser stecke.)
20.6.07 13:33


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung