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Von Schränken und Sängern, Soaps und Hip-Hopera

Okay, ich weiss nicht inwiefern diese Geschichte im deutschsprachigen Kulturkreis schon bekannt ist. Aber in den USA ist sie mittlerweile schon fast mehr als Kult.

Es geht um R.Kelly, R&B-Sänger von zweifelhaftem Ruf, einer dieser Künstler, die tausendmal um den richtigen Ton rumsingen, statt ihn einfach gleich zu treffen. Der Mann hat einen neuen Weg gefunden, Geld zu verdienen: Die Fortsetzungs-Single. Kelly selbst ist der Ansicht, damit ein neues Genre erfunden zu haben: Die Hip-Hopera.

Ich weiss nicht, ob er damit eine Oper meint oder eine Soap Opera. Angesichts des Inhalts der Songs tendiere ich zu letzterem. Und seit ich die Videos dazu gesehen habe, bin ich überzeugt, dass R.Kelly tatsächlich ein neues Genre erfunden hat: Die R&B-Sitcom. Ich fürchte lediglich, dass das nicht so geplant war.

Der Titel dieser Songserie lautet: "Trapped in the closet", auf deutsch Gefangen im Schrank. Und genau so beginnt die Geschichte: R.Kelly alias Sylvester (die männliche Hauptrolle natürlich, später tritt Kelly dann auch immer wieder als Erzähler auf) wacht auf. In einem fremden Bett. Bei einer fremden Frau. Nicht gut. Und dann kommt auch noch ihr Mann. Also ab in den Schrank mit R. - und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Klingt wie ein schlechter "Oh Gott, mein Mann kommt!"-Witz, oder? Ich kann Ihnen versichern: Das Ding ist noch schlechter. Die Videoserie wurde in den Staaten schon zum "Unfreiwillig komischsten Video aller Zeiten" gewählt. Es gibt bereits zig Parodien darauf, darunter eine der South Park-Macher, in der sich Tom Cruise in einen Schrank einschliesst und nicht mehr rauswill - eine Anspielung, die Cruise gar nicht gefallen dürfte, da 'to come out of the closet' auch eine Umschreibung für das Coming-Out eines Homosexuellen ist.

Apropos Homosexuelle: Die kommen bei R.Kelly natürlich auch vor. Und Polizisten. Kondomverpackungen. Eine Schiesserei. Eine Kirschenallergie. Ein Zwerg. Und vieles mehr.

Sagte ich schon Sitcom?

Die Videos sind schlicht und einfach zum Brüllen, mal abgesehen davon, dass die Musik alleine schon herrlich ist - R.Kelly singt ohne Punkt und Komma, ohne Refrain und ohne jegliche Änderung der Musik 12 Songs über diese Geschichte, die ja schliesslich jedem von uns passieren könnte... okay, vielleicht nicht. Jedes Video endet übrigens mit einem Cliffhanger, also einem Satz, der einiges an Spannung und Skandalen für die nächste Episode verspricht. Und ja, Kelly ist fleissig: Es gibt inzwischen 22 Episoden, aber leider sind erst 12 davon bekannt. Dabei brenne ich doch darauf zu wissen, was mit Sylvester, Rufus, Chuck, James, Gwen, Cathy, Twan und Big Man noch so alles passiert....

Lange Rede kurzer Sinn: Hier bei Wikipedia findet man Links zu den Videos. Convulsory, er, compulsory viewing!
1.3.06 13:11


In these shoes?

Falls sich jemand fragt, worauf der Wintereinbruch zurückzuführen ist: Ich bin schuld.

Ich habe mir am Samstag ein Paar altrosa hochhackige Schuhe gekauft. In denen kann man natürlich bei Schnee nicht raus, also hat sich Petrus wohl gedacht: Nee, so ja nicht, Frollein.

Dabei bin ich mir ja noch nicht mal sicher, ob ich die Schuhe jemals ausserhalb meiner Wohnung anziehen werde. Aber Hauptsache gekauft.

Ich möchte meine männliche Leserschaft nun in ein weiteres Geheimnis des weiblichen Geschlechts einweihen:

Wir brauchen nicht alles, was wir kaufen, auch wirklich.

Okay, den überraschten Gesichtsausdruck nehme ich Ihnen jetzt nicht so ganz ab.

Vielleicht ist das hier schockierender: Wir Frauen sind der Ansicht, dass man manche Bekleidungsutensilien, die man kauft, auch gar nicht tragen muss. Man muss sie nur HABEN.

Ich hatte jahrelang ein schwarzes Cocktailkleid in meinem Besitz, für den Fall, dass ich mal an eine Cocktailparty eingeladen werde. Habe ich nur zuhause getragen, ab und zu, um zu gucken, ob es noch passt. Passt mittlerweile nicht mehr, wurde also schweren Herzens uneingeweiht entsorgt. Aber es hätte ja sein können, dass sich mal die Gelegenheit ergeben hätte, das Kleid zu tragen. Man weiss ja nie.

In meinem Schuhregal steht ein paar schwarze Satinstilettos, die sehen mörderisch aus. Ich kann darin weder stehen noch gehen. Die habe ich sogar mal getragen. Im Treppenhaus vor der Wohnung, in der die Party stieg, habe ich sie angezogen, bin zum nächsten Sessel geschwankt und habe mich dort für den Rest des Abends elegant drapiert. Nach der Party habe ich im Treppenhaus wieder meine Turnschuhe angezogen. Die Wohnung lag schliesslich in der ersten oder zweiten Etage und ich bin nicht lebensmüde.

Oder nehmen wir das fuchsiafarbene Seidenkleid in meinem Schrank. Das gucke ich ab und zu an und denke mir: "Hm, eigentlich könnte ich ja... aber man kriegt Flecken aus Seide fast nicht mehr raus... und überhaupt, man will ja nicht overdressed sein..." Aber das Kleid per se ist toll.

Von allen Kleidungsstücken, die ich haben musste, aber nie trage, wurde mein knöchellanger schwarzer Ledermantel vermutlich am häufigsten ausgeführt - der wird nämlich immer dann eingesetzt, wenn irgendwo Kostümierung angesagt ist und ich mangels Ideen mal wieder als The Crow gehe.

Wie gesagt: Musste ich alles haben. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man sowas hätte, falls man es mal braucht.

Was mich natürlich nicht daran hindert, bei gegebenem Anlass etwas Neues zu kaufen, weil man ja für spezielle Anlässe was Neues haben muss. Und wenn man es nur einmal trägt.

Sehen Sie es uns nach, liebe Herren der Schöpfung. Wir verzeihen Ihnen dafür die gammligen Klamotten, die Sie über alles lieben und immer wieder tragen, obwohl man damit wirklich nur noch in der Wohnung rumlaufen sollte.
1.3.06 20:39


Der Fluch des Multitasking

Ich habe gerade eine DVD geguckt. Daneben habe ich gegessen, das Klo besucht, geraucht, gezappt, Mails abgerufen und an unserer Sofadecke weitergehäkelt.

Nichts gegen effizientes Arbeiten. Aber irgendwie wäre es doch auch schön, sich mal einfach auf etwas zu konzentrieren. Geht aber irgendwie nicht mehr - das scheint ein Fluch meiner Generation zu sein, denn meine Eltern z.B. konnten noch problemlos lesen, ohne dabei Musik zu hören oder auch den ganzen Abend lang einen TV-Sender gucken, ohne das Gefühl zu haben, dass sie etwas verpassen, weil sie nicht umschalten.

Aber bei uns muss ja alles jetzt und gleichzeitig sein. Wenn ich beim Schreiben, ob on- oder offline, nicht mindestens noch Outlook Express, Internet Explorer und Winamp offen habe, fehlt etwas. Wenn ich zum Kochen und Essen nicht Radio höre, ist es so still. Wenn ich beim Duschen, Zähneputzen oder Rauchen nicht über tausend Dinge nachdenke, fühle ich mich, als ob ich Zeit verschwende.

Dabei sollte man das vielleicht einfach mal tun.

Also nicht, dass ich keine Zeit verschwende. Ich bin seit einem knappen Jahr 'nur' Hausfrau und habe folglich sehr viel Zeit zur Verfügung. Wenn ich diese Zeit aber nicht für den Haushalt oder sonst etwas Sinniges nutze, habe ich automatisch ein schlechtes Gewissen. Dabei sollte ich doch wirklich froh und glücklich darüber sein, dass ich mir meine Zeit grundsätzlich so einteilen kann, wie ich will, denn das ist ein unschätzbarer Luxus.

Das Problem ist nur, dass ich verlernt habe, eine Sache gleichzeitig und die dafür zu hundert Prozent zu tun. Während ich diesen Eintrag schreibe, lese ich nebenbei in mehreren Foren mit, beantworte Mails und trinke Cola Light Lemon. Nebenbei läuft natürlich Musik, die ich regelmässig wechseln muss.

Aber ich fürchte, dass ich diesen Eintrag gar nicht schreiben könnte, wenn ich nicht all das nebenbei erledigen würde. Ich hege den berechtigten Verdacht, dass man das Multitaskingfieber nicht mehr los wird, wenn es einmal Besitz von einem ergriffen hat. Dann ist es anstrengender, sich auf eine Sache zu beschränken, als zehn gleichzeitig zu bewältigen.

Ich brauche eine Entziehungskur. Hat mir irgendjemand Tipps, wie man sich so etwas wieder abgewöhnt? Oder sollte ich mich einfach damit abfinden, dass es nun mal so ist und dass ich eigentlich damit ganz gut zurechtkomme... es sei denn, ich lese mal wieder irgendwo, dass man nur dann richtig Zen Feng Shui Hui Pfui Ding Dong ist, wenn man das Zwiebelschälen zu einer Kunstform erhebt und zum Experten in meditativem Zähneputzen wird. Dann bilde ich mir ein, dass ich sowas auch können sollte.

Aber nur, wenn man es lernen kann, während man nebenbei die Waschmaschine füllt, Geschirr wegräumt und telefoniert.
2.3.06 17:14


Oops baby one more time

Okay, jetzt habe ich es also getan.

Ich habe nicht nur bei last.fm einen Useracount, wo alle sehen können, was ich gerade so höre, sondern ich höre auch gerade die Musik, vor der ich mich seit der Erstellung ebendieses Accounts gesträubt habe, weil es mir irgendwie peinlich war, dass die ganze Welt mitkriegt, das ich sowas höre.

Aber wie die betreffende Dame gerade gesungen hat: It's time that I learned to face up to this.

Der Leserschaft dürfte es mittlerweile bekannt sein, dass ich Britney Spears mag.

Was die Leserschaft noch nicht weiss, ist wie ich mich beim Britney Spears-Hören benehme. Und das ist vermutlich gut so. Aber weil ich nun mal zu den Nicht-die-Klappe-halten-Könnern gehöre, sei es hier erläutert:

Ich bin Ganzkörper-Britney-Hörer.

Will sagen, ich höre nicht nur mit, ich singe dazu auch Playback und tanze. Manchmal auf dem Schreibtischstuhl nur mit Arm- und Oberkörperbewegungen (besonders gut geeignet für Balladen), manchmal aber wird die ganze Wohnung zur Bühne (I'm a slave 4 u, Stronger, Boys usw.).

Die ganze Misere mit meiner eigenen Mini-Playback-Show nahm wie bereits früher erwähnt ihren Anfang mit Madonna, deren Styling ich in meinem Jugendzimmer nachahmte, wo ich stundenlang mit meinem kleinen Kassettenradiomikrofon in der Hand ihre Tanzbewegungen einübte (Nein, mit 12 sollte man nicht so tanzen, aber ich war damals so harmlos, dass mir kaum klar war, was Frau Ciccone mit ihren Moves andeuten wollte). Und seitdem hüpfe ich in unregelmässigen Abständen durch meine Behausung, als ob sie der Madison Square Garden wäre.

Wohlgemerkt: Ich singe nicht laut mit, ich mache nur die passenden Lippenbewegungen zum Songtext. Sonst wäre die Illusion, dass ich gut bin, sehr schnell verflogen.

(Kurzer Unterbruch hier: 'Toxic' läuft gerade und die Menge schreit nach mir. Bin gleich wieder da.)

So. Zu 'Lucky' kann ich wieder auf dem Schreibtischstuhl mitmachen. Ich sollte übrigens vielleicht klarstellen, dass ich mich nur so benehme, wenn ich alleine zuhause bin. Alles andere wäre mir viel zu peinlich.

Bleibt natürlich die Frage, warum ich es dann dem ganzen Internet erzähle. Einerseits, weil sich meine Schamgrenze verabschiedet, sobald ich online gehe. Ist ja alles anonym hier und so. Und andererseits um dem Publikum dieses beruhigende Gefühl zu geben, welches sich da nennt: "Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin wie diese da."

Ich bin trotzdem froh, dass es bei last.fm keine automatische Webcam gibt. Blöde Texte im Internet veröffentlichen ist eine Sache, aber man will schliesslich nicht als Videoanhang in tausenden von Mails enden...
3.3.06 13:23


Zahlen und Fakten

Zahl der Menschen, die 2005 an Hunger und damit zusammenhängenden Krankheiten gestorben sind: Über 6 Millionen

Zahl der Aidstoten weltweit 2005: Ca. 3 Millionen

Zahl der Verkehrstoten in Deutschland 2005: 5400

Zahl der Drogentoten in der Schweiz 2005: 212

Zahl der Vogelgrippeopfer seit 2003 weltweit: 94

Zahl der Vogelgrippeerkrankten seit 2003 weltweit: 174

Just to put things into perspective a teeny weeny bit.
5.3.06 10:57


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