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Sarah and Marc in tears

Liebe Sarah Connor,

Betroffen musste ich heute in der Onlineausgab der Zeitung mit den vier Buchstaben lesen, dass Sie gestern im Fernsehen einen Weinkrampf hatten, weil bei der Vorbereitung der Hochzeit "alles schief läuft". Das Hochzeitsschloss in Spanien ist überbucht, die Mutter nervt, die Freundin kann nicht Brautjungfer sein und Marcs Namen ist auf den Einladungen falsch geschrieben. Verständlich, dass da die obengenannte Zeitung schreibt: "Schöne Sarah, hast du dir zuviel zugemutet?"

Nun, liebe Sarah (ich darf doch Sarah sagen? Frau Connor klingt irgendwie so bilingual komisch, und Mrs. Tennis, äh, Terence, nein, Terenzi ist ja irgendwie noch nicht offiziell - oder doch?) - ich kenne Ihr Problem. Ich kann Sie vollends verstehen, denn auch ich bereite derzeit meine Hochzeit vor. Natürlich nicht so grossartig märchenhaft wie Sie, und leider auch ohne Wedding Planner, aber die Version 'klein aber fein' hat auch ihre Vorteile. Deswegen möchte ich Ihnen gerne einige Tipps auf den Weg geben:

1. Ich verstehe nicht, wie Ihnen das Ihr Wedding Planner nicht einbläuen konnte, aber die Grundregel bei jeglicher Hochzeitsplanung lautet: Location, Location, Location. Wenn man eine grosse Hochzeit feiern will, sollte man - so teilen es mir die einschlägigen Hochzeitszeitschriften mit - mindestens zehn Jahre bevor man seinen Bräutigam in Spe kennenlernt, den Ort für die Trauung aussuchen UND (das ist jetzt ganz wichtig, Sarah, bitte schreiben Sie mit) buchen. Eventuell sollten Sie die Location für Tylers Hochzeit jetzt schon festlegen.
Oder Sie machen es so wie wir und feiern im Bürgersaal einer kleinen Schwarzwälder Gemeinde. Der ist zwar nicht märchenhaft, befindet sich aber direkt über den Räumlichkeiten der örtlichen Feuerwehr. Das gibt einem doch gleich ein ganz besonderes Sicherheitsgefühl.

2. Eine weitere Regel, die Ihnen der Wedding Planner und offenbar auch Ihre Mutter vorenthalten haben (gut, bei der Mutter kann ich das verstehen, das wäre ja Selbstsabotage ihrerseits gewesen): Es ist Ihre Hochzeit, Sarah. Ihre und Marcs. Sie müssen sich da von gar niemandem reinreden lassen. Natürlich, fürs Organisatorische ist ein Wedding Planner wahnsinnig praktisch, er beschafft einem für viel Geld Informationen, die man gratis im Internet hätte kriegen können, er kommt mit unglaublich teuren, äh, kreativen Ideen an, damit man sich selber nichts ausdenken muss und er... ja, was tut er eigentlich noch? Im Zweifelsfall sorgt er dann für Stress, wenn die Brautmutter gerade nicht da ist. Doch, ein sehr nützliches Kerlchen.
Was nun das Einmischen der Mutter angeht: Die hat schon mal geheiratet. Und wenn sie jetzt ihre Hochzeit durch Sie nochmal miterleben will, liebe Sarah, dann dürfen Sie ihr ruhig ins Gesicht sagen, dass sie jetzt nicht an der Reihe ist. Natürlich, wenn man eine Hochzeit so ausrichtet, wie man es selber gerne hätte, stösst man einige Leute vor den Kopf. Aber wissen Sie, Sarah, ich sage mir: Wem die Südseebar in der Ecke vom Saal nicht passt, wer etwas gegen die Tischdeko auf der wir als Brautpaar im South Park-Look zu sehen sind hat und wer sich provoziert fühlt, wenn ich spätestens beim Karaoketeil des Abends meine Hochzeitsschuhe gegen meine Docs auswechsle, um mit meinen Brautjungfern 'Highway to Hell' zu singen - der kennt mich halt nicht wirklich und hat somit an meiner Hochzeit auch nichts zu suchen. Also, Sarah: IHRE UND MARCS PARTY. Der Rest der Leute sind schlimmstenfalls Statisten.

3. Ich weiss ja nicht, wie und wo Marcs Namen auf der Einladung falsch geschrieben wurde, aber liebe Sarah, auch da weiss ich Abhilfe: Wer so wie wir die Einladungen selbst verfasst, dem passieren keine Druckfehler. Und im Zweifelsfall gucken Sie sich einfach mal My Big Fat Greek Wedding an und seien Sie froh, dass man in Ihrem Fall auf der Einladung nicht aus 'Harriet' einen 'Harry' gemacht hat. Hochzeitsfilme sind übrigens sowieso ein guter Tipp, wenn man mal trauungsvorbereitungstechnisch etwas angespannt ist. Erstens kann man sich auf mögliche Super-GAUs vorbereiten, und zweitens erleichtert einen der Stossseufzer "Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin wie diese da" doch ziemlich.

Achja, Sarah, ich weiss schon, was Sie jetzt denken: "Das hilft mir jetzt auch nicht weiter, die ganze Sache ist ja schon fast durch". Aber hey - geben Sie die Hoffnung nicht auf. Falls es mit Marc nicht klappt, können Sie ja vielleicht meine Tipps bei Ihrer nächsten Hochzeit anwenden. Die Jungs von Us5 stehen da dann als ehemals hochgejubelte Boybandmitglieder und somit mögliche Bräutigamskandidaten sicher zur Verfügung. Und die gute Nachricht: Drei von denen können sogar richtig gut Deutsch.

In diesem Sinne:Toi, toi, toi für den grossen Tag, Sarah - und bitte lächeln, denken Sie an die vielen Kameras...

From Natalie (with love)
2.8.05 16:37


Schau mir in die kleinen Augen

N… O… A… R… Z.

Der geneigte Leser ist vermutlich jetzt etwas verwirrt. Und weil das natürlich nicht angehen kann, sei dieser kryptische Bloganfang hiermit erklärt:

Ich war heute beim Optiker.

Wieder einmal will ich mich auf das Abenteuer Kontaktlinsen einlassen, oder wie es in den Schaufenstern der einschlägigen Fachgeschäfte so schön heisst: Contactlinsen. Nein, der Grund ist nicht, dass ich immer noch dem Glauben fröne, mit kleinen Kunststoffscheiben in den Augen auf das andere Geschlecht attraktiver zu wirken als mit einem Nasenfahrrad im Gesicht. Darüber bin ich mittlerweile doch hinweg. Und ausserdem: Wer sich nur für mich interessiert, wenn ich keine Brille trage – tja, der interessiert mich dafür nicht.

Der Grund ist vielmehr folgender: Ich heirate. Und weil das tolle teure Märchenprinzessinnenkleid halt doch etwas romantischer aussieht, wenn ich keine schicke, aber doch eher unterkühlt-stylishe Brille dazu trage, mute ich mir jetzt eben wieder die Tortur des Kontakt… Contactlinsentragens zu. Ja, ich bin mir bewusst, dass der Grund ‚Ich will an meiner Hochzeit so rattenscharf wie möglich aussehen’ sich nicht wirklich vom Grund ‚Ich will dass mich alle Jungs toll finden’ unterscheidet. Aber da der berühmt-berüchtigte kleine Unterschied zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit beschworen wird, sei ihm hiermit eine Plattform gewährt. Und ausserdem: Als Frau bestehe ich a) auf dem Recht auf freie Meinungsänderung und b) auf die jederzeit mögliche Anwendung des Satzes ‚Das ist etwas GANZ anderes!’

Nun gut, ich tauchte also bei Fielmann (hey, ich bin nicht öffentlich-rechtlich, ich darf schleichwerben) auf und erfuhr als Erstes, dass ich für Kon… Contactlinsen einen Termin brauche. Dies zumindest deutschte mein Angebeteter für mich aus, da ich den badischen Dialekt in seiner reinsten Form halt immer noch nicht überall sofort verstehe. Dies mag daran liegen, dass sich meine berndeutschen Ohren instinktiv gegen eine Sprache sträuben, die für mich klingt, als ob ein Deutscher versucht, Baseldeutsch zu sprechen. Ich mag Baseldiitsch ja nicht mal, wenn ein reinrassiger Bebbi es spricht.

Methinks the lady doth abschweif too much. Aber was Hildegunst von Mythenmetz recht ist, kann mir ja nur billig sein. Immerhin war ich heute ja in einem Billigbrillenladen. So, Kurve gekriegt, unelegant zwar, aber trotzdem. Ich besitze ja schliesslich auch keinen Führerschein.

Heute war nun der Tag des Termins. Kaum war ich zur Tür hereingekommen, stürzte sich ein dienstbeflissener, höflicher aber leider badisch sprechender Azubi auf mich. Da ich diesmal ohne Angebetetenanwesenheit auf mich allein gestellt war, entnahm ich seiner Antwort auf meine Anfrage punkto Ko… Contactlinsentermin nach kurzem Nachdenken, dass ich nach hinten durchgehen sollte. Ich ging also nach hinten durch (in der Hoffnung, dass der Azubi nicht nur dienstbeflissen und höflich, sondern auch kompetent war) und setzte mich in die kleine Warteecke neben der Tür mit der Aufschrift Sehtest, da ich noch einen Sehtest zu absolvieren hatte. Und wartete. Und wartete. Und dachte immer still bei mir: ‚Warum setzen die mich hierher zu den anderen Leuten, die einen Sehtest machen lassen wollen? Was habe ich hier inmitten des unangemeldeten Spontanaugenuntersuchungsplebs verloren? Ich habe einen TERMIN! Hallo? Bedienung?!’

Nach etwa 20 Minuten erbosten Schmollens stand ich auf, schlenderte etwas herum und entdeckte auf der etwa drei Meter entfernten zweiten Tür die Aufschrift ‚Sehtest Contactlinsen’.

Ja, ich brauche eine neue Sehhilfe. Ehrlich gesagt brauche ich auch eine DENKhilfe. Könnte bitte mal jemand Linsen für den Kopf erfinden? Er darf sie dann auch Copflinsen nennen.

Zu meinem grossen Glück - ich hatte mir schon alle möglichen Ausreden von ‚Da war ein Autounfall vor dem Geschäft, äh ja, in der Fussgängerzone, genau’ bis zu ‚Der Hund hat mein Terminkärtchen gefressen’ überlegt - war die Optikerin (Opticerin? Verwirrende Sache) sowieso im Verzug und bat mich erst nach weiteren fünf Minuten Warten zum Sehtest für meine K… Contactlinsen.. Und damit ging’s vom Regen in die Traufe.

Ich habe nämlich zwei gröbere Probleme, wenn es um Sehtests geht. Das erste Hindernis ist, dass bei mir der Ehrgeiz einkickt, sobald ich mich in den Untersuchungsstuhl setze. Da fühle ich mich dann wie im Kandidatensessel bei Wer Wird Millionär, die Optikerin sah Günther Jauch plötzlich verdammt ähnlich, und bei jedem Buchstaben, der etwas verschwommen aussah auf dem Testbild, verspürte ich den inneren Drang, meinen Telefonjoker zu verlangen oder die Leute draussen in der Warteecke nach ihrer Meinung zu befragen. „Frau Optikerin, können Sie bitte zwei der vier Buchstaben streichen?“

Das zweite Problem gestaltet sich folgendermassen: Mein Hirn mag zwar wie oben erläutert nicht immer hundertprozentig funktionstüchtig sein, dafür ist mein Gedächtnis umso besser. Was dann dazu führte, dass ich nach dem dritten Mal, wo ich durch das Viele-Augenglasstärken-enthaltende-vor-das-Gesicht-geschobene-Kinn-und-Stirn-stützende-Gerät (für den korrekten Fachbegriff fragen Sie Ihren Augenarzt oder Optitheker, ich meine Optiker) die gleiche Zeile lesen sollte, verzweifelt aufschrie: „Warum soll ich das vorlesen? Ich kann die Zeile doch seit dem zweiten Mal auswendig! N… O… A… R… Z steht da! Ich weiss doch nicht, ob ich die Buchstaben erkenne, weil sie scharf sind, oder ob ich sie erkenne, weil ich schon weiss was da steht! Was hat das denn für einen Sinn? Hilfe!“

Ich gehe davon aus, dass mich beim Contactlinsen-Anprobetermin nächsten Montag eine andere Optikerin bedient.
8.8.05 20:39


Burn baby burn

"Ich möchte eine schöne Braut sein." Was an Leiden und Arbeit hinter diesem simplen Satz steht, kann nur jemand verstehen, der das Brautdasein vom Wunschtraum in die Realität transportiert hat. Ich zum Beispiel.

Die Leiden der jungen (naja, okay, junggebliebenen) Braut, Teil 3416: Das Solarium. Da war ich heute zum ersten Mal. Ich sollte vielleicht vorausschicken, dass ich mich nicht gerne dumm fühle. Ein Sonnenstudio ist allerdings der ideale Ort für ein bleiches Stadtpflänzchen wie mich, um sich a) fehl am Platz b) auffällig und c) genau: dumm vorzukommen.
Ich also in der Rolle des Ochsen vorm Berg auf zur Solariumsangestellten, die zum Glück in der Rolle der engelsgeduldigen Deppenbetreuerin perfekt gecastet war.
Auf meine Frage, ob ich denn so eine Schutzbrille brauche, meinte sie ernsthaft, dass dies sehr zu empfehlen sei, auf meine Frage wie ich denn mit dieser Schutzbrille (die für mich extrem undurchsichtig aussah) die Knöpfe im Bräunungsgerät (das ist wirklich der Fachausdruck dafür, so steht das auf der Website des Sonnenstudios meiner Wahl) sehen könnte - Originalton ich mit Panik in der Stimme: " Muss ich die etwa ERTASTEN?!" - sagte sie beruhigend: "Nein, die sehen Sie durch die Brille."

Ja, mir muss immer alles erst gesagt werden. Immer.

Also ab in den Toaster. Für mich sieht das wirklich aus wie dieses Sandwich-Quetsch-und-Brat-Maschinchen (Brotbräunungsgerät?), welches mein Angebeteter als Kochutensil zu unserem gemeinsamen Haushalt beigesteuert hat. Was meine klaustrophobischen Tendenzen nicht zwingend mindert. Ich stand also da in der Kabine und fragte mich erst mal: Masch isch misch jetzt nackisch oder behalte ich das Höschen an oder was?

Nein, auch wenn mir alles immer erst gesagt werden muss, nach manchen Dingen frage ich dann doch nicht. Und über manche Dinge schreibe ich dann auch nicht. Es sei deshalb dahingestellt ob isch misch nackisch gemascht hab oder das Höschen anbehalten hab oder was.

Erste Empfindung beim Hinlegen: Bequem ist anders. Zweite Empfindung beim Hinlegen: Sandwichtoaster. Dritte Empfindung, nun schon beim Liegen: Man sieht durch die Schutzbrille tatsächlich was. Allerdings ist alles grün. Irgendwie matrixmässig. Vierte Empfindung: Hmmm, Keanu Reeves. Fünfte bis dreizehnte Empfindung: Hmmm. Vierzehnte Empfindung: Die hat doch gesagt, dass das Teil zirka nach fünf Minuten startet. Jetzt sind aber doch schon... Moment, wo ist diese integrierte digitale Zeitanzeige... ach da beim Startknopf... jetzt sind aber doch schon sechs Minuten rum. Moment. Startknopf. Achso.

*brumm* *dröhn* *lüft* *blend* *musik* *seltsame stimmen*

Musik? Stimmen??? Ach, Radiosender. Verkehrsmeldungen. Ja, das interessiert mich jetzt brennend. Apropos brennend, hier zieht's mir zu wenig, Lüftung höher, Gesichtsbräuner runter. Ah, die Knöpfe leuchten bei Inbetriebnahme des Sandwichtoasters. Iiiih, Sandwichtoaster. Oh, die Knöpfe leuchten grün. Matrix. Keanu Reeves. Hmmm. Vielleicht ist Entspannung doch möglich. Muss nur die Haare etwas nach oben schieb... GAAAAAH!!! Ich trage meinen Schmuck noch! Da stand doch, dass man den Schmuck unbedingt ablegen muss - Oh mein Gott, vielleicht leuchtet ja nicht das Solarium grün, sondern ich, vielleicht führt Schmucktragen zu automatischem Hulk-Mutantentum! Muss... Schmuck... ausziehen... muss... Kette... abstreifen... muss... Verlobungsring... aus... Toaster (Iiiih!)... werfen... Mist. Das klang verdächtig nach Ringwegrollen und Verlobungsring gerade verloren haben. Oh Gott, ich kann meinem Angebeteten nie mehr unter die Augen treten.

Entspannung doch nicht möglich.

Meine Gedankengänge wandten sich nun meinem Lieblingsthema zu, über das ich in solchen Situationen gerne sinniere: Was der Mensch eigentlich können sollte und was nicht. Darüber denke ich auch gerne in Flugzeugen nach (Nein, Entspannung nicht möglich). Sollte der Mensch seine Körperfarbe wirklich unter künstlich erzeugtem sonnenähnlichem Licht nach Bedarf ändern können? Ist das Gottes Plan?

Oh, im Toasterradio läuft gerade 'Losing my religion'. Wie passend.

"That's me in the spotlight..."

Mei, Dornröschen galt doch auch als wunderschön und war weiss wie Schnee.
17.8.05 22:04





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